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BAMBUS - DAS GENIALE GRASHALM

Inhalt

Bambus - Ausdruck asiatischer Kultur
Die Herkunft des Bambus
Bambus als Nutzpflanze



Bambus - Ausdruck asiatischer Kultur

Bambus – Ausdruck asiatischer Kultur

Im alten China identifizierten sich die Menschen mit dem Bambus, der das Symbol der chinesischen Wesensart überhaupt galt. Bambus steht für

Ausdauer
Elastizität
Hartnäckigkeit

Der Stamm biegt sich im Wind, aber er bricht nicht.
Die Blätter werden vom Wind bewegt, aber sie fallen nicht.
Der Bambus gibt nach und bleibt gerade deshalb Sieger.

In Japan nennt man diese Eigenschaft noch heute „Bambus-Mentalität“: Kompromisse schliessen, nachgeben und schliesslich doch ungebrochen aus allen Anfechtungen hervorgehen. Bambus verkörpert in Asien die Idee des Taoismus, die vor allem von Laotse verkündet wurde. Diese Idee beschreibt die Kunst des Überlebens so: Nachgeben und dann wieder zurückkommen.

Die Religion ist in allen asiatischen Ländern eng mit der Natur verknüpft. Man sieht die Natur – das Wasser, die Berge, die Pflanzen und die Tiere – nicht als dem Menschen untertan, sondern als Bestandteil eines Ganzen an, zu dem auch der Mensch gehört. Dass der Mensch ohne die Natur nicht existieren kann, dass er sich ihren Gesetzen unterwerfen muss, um zu überleben, gilt auch im modernen Asien. Nur aus diesem Selbstverständnis der Einheit von Mensch und Natur heraus kann man verstehen, wenn in Asien der Bambus als Freund, als Bruder oder als Weggefährte bezeichnet wird.

Bambus ist immergrün, er verändert sein Aussehen im Laufe der Jahreszeiten nicht, darum gilt er auch als Symbol für das Alter. Das chinesische Schriftzeichen für Bambus ähnelt dem für Lachen, denn, so meinen die Chinesen, der Bambus biegt sich vor Lachen.

Früher liess man Bambusstücke im Feuer explodieren, sie zerbarsten mit lautem Krach. Dieses Bambusfeuerwerk sollte die Dämonen vertreiben und bei den Göttern mit Gebeten und Wünschen für Frieden und Ruhe Gehör verschaffen.

Bambus wird in der Kunst Asiens oft zusammen mit der Orchidee dargestellt. Die Blüte verkörpert dabei die Frau – oder Yin, das weibliche Element. Bambus verkörpert den Mann – oder Yan, das männliche Element.

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Die Herkunft des Bambus

Die Herkunft des Bambus

Europa ist der einzige Kontinent, auf dem Bambus nicht von Natur aus vorkommt. Er kommt aus hauptsächlich subtropischen aber auch temperierten Klimagebieten. Sein natürliches Vorkommen reicht im Norden Japans bis in 50° nördliche Breite, in Chile und Argentinien bis in 47° südliche Breite. Trotz dieser weiten geografischen Verteilung stammt die überwiegende Mehrheit der Bambusarten, die wir kultivieren, aus China und Japan. Dabei beherbergt China allein fast 500 Arten, das heisst ein Drittel der auf der Welt bekannten Bambusarten.

In der Natur trifft man Bambus in unterschiedlichen Lebensräumen an: von feuchten, immergrünen Wäldern in geringer Höhe, wo er meist am grössten wird, bis zu den südlichen Ausläufern der Anden und den schneebedeckten Hängen im Norden Japans. Im Allgemeinen wachsen Bambusse in Wäldern oder sind selbst waldbildend; hier gedeihen sie auf fruchtbaren Böden in feuchten Klimagebieten. Es gibt also keine natürlichen Bambusbestände in Regionen mit trockenem Klima und mit sehr nährstoffarmen Boden.

Nach Europa kam der Bambus Mitte des vorigen Jahrhunderts. Seidenimporteure brachten die exotische Pflanze aus China und Japan nach Hause, schenkten sie den Fürsten ihres Landes oder reichen Auftraggebern, oder pflanzten sie in ihre eigenen Parks.

Heute sind sie hier nicht mehr wegzudenken. Wer möchte schon auf die exotische Erscheinung dieser Riesengräser verzichten, von denen viele auch noch pflegeleicht sind?

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Bambus als Nutzpflanze

Dass Bambus in der Kultur der asiatischen Völker eine so grosse Rolle spielt, hat eine ganz natürliche Ursache: Bambus ist in Asien eine Pflanze, die den Menschen in allen Bereichen seines Lebens ganz selbstverständlich begleitet. Sie benützen Bambus als Baumaterial für ihre Häuser, als Behälter für Essen und Trinken, als Grundmaterial für allerlei Geräte im Haus und bei der Feldarbeit, als Waffe, als Nahrungsmittel, als Viehfutter und als Medizin.

Die Bedeutung des Bambus für den Asiaten ist durch die moderne Technik um nichts geschmälert worden.

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Bambus als Nutzpflanze

Bambus als Nutzpflanze

Dass Bambus in der Kultur der asiatischen Völker eine so grosse Rolle spielt, hat eine ganz natürliche Ursache: Bambus ist in Asien eine Pflanze, die den Menschen in allen Bereichen seines Lebens ganz selbstverständlich begleitet. Sie benützen Bambus als Baumaterial für ihre Häuser, als Behälter für Essen und Trinken, als Grundmaterial für allerlei Geräte im Haus und bei der Feldarbeit, als Waffe, als Nahrungsmittel, als Viehfutter und als Medizin.

Die Bedeutung des Bambus für den Asiaten ist durch die moderne Technik um nichts geschmälert worden.

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